Coronavirus: Die Gesundheit aller hat oberste Priorität

Die Maßnahmen, die weltweit zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie getroffen wurden, führen zu Bildern, die gespenstisch anmuten. Wo sich normalerweise unzählige Menschen tummeln, herrschen derzeit Leere und Stille. Auch im Eisenmoorbad hat sich das Bild in den letzten Tagen verändert – zum Schutz der Patient*innen, Bewohner*innen und Mitarbeitenden.

Nachdem das Land Sachsen-Anhalt alle touristischen Reisen untersagt hat, sind auch alle medizinischen Aufenthalte, die sich aufschieben lassen (Vorsorge und Reha), sowie private Kuren nicht mehr möglich. Patient*innen und Gäste, die bereits in Bad Schmiedeberg waren, mussten entsprechend abreisen. Leistungen, die sie nicht mehr in Anspruch nehmen konnten, wurden zurückerstattet. Geplante Aufenthalte werden kostenlos storniert. Weitergeführt werden lediglich die Anschlussrehabilitationen.

So sind das Kurhotel und die Gästehäuser inzwischen menschenleer. Und auch gastronomisch bleibt der Betrieb vorerst auf das Nötigste reduziert: Das Kurrestaurant, das Café Piano und die Cafeteria in der Rehaklinik 1 sind geschlossen. Gleiches gilt für weitere Einrichtungen, die im Eisenmoorbad normalerweise für Leben sorgen und Aktivität ermöglichen, allen voran das Kneipp-Therapiezentrum, aber auch das Schwimmbad und der Kur-Spielplatz. Sämtliche Veranstaltungen wurden schon früher ausgesetzt.
Um die Bewohner*innen der Pflegeheime vor einer möglichen Ansteckung zu schützen, sind Angehörige und andere Gäste aufgerufen, möglichst auf Besuche zu verzichten. In dringenden Fällen ist zumindest eine telefonische Voranmeldung nötig. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen ihre Großeltern vorerst nicht mehr sehen. Ebenso wenig erhalten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, derzeit eine Besuchserlaubnis.

Für die Rehakliniken wurde aus Gründen der Sicherheit ein gesamter Besucherstopp veranlasst. Wer die Klinik betritt, wird von einem Pförtner geprüft.
Sämtliche Maßnahmen gelten vorerst bis zum 19. April. Die Verantwortlichen des Eisenmoorbades sind zuversichtlich, dass dadurch ein größtmöglicher Schutz erreicht werden kann und die Patient*innen, Bewohner*innen und Mitarbeitenden möglichst vor einer Infektion bewahrt werden können.

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